Startseite

Dünsen

Trennlinie

Luftmunitionsanstalt Harpstedt 2026

Atomsprengköpfe

"Wer durch den Baßmerhooper Wald nördlich von Dünsen im Landkreis Oldenburg wandert, stößt auf eine surreale Szenerie. Zwischen Bäumen und Sträuchern ragen verfallene Bunker empor, Graffiti bedecken die Wände, Efeu rankt durch Löcher in den Decken. Das rund 140 Hektar große Gelände der ehemaligen Luftmunitionsanstalt Dünsen – kurz Muna – ist ein Lost Place mit einer düsteren Geschichte, die fast ein Jahrhundert umspannt." (Quelle)

Geschichte

"Die Vorarbeiten für die Muna begannen bereits 1934, der eigentliche Baubeginn erfolgte 1935. Das Gelände erfüllte die Voraussetzungen für eine Munitionsanstalt, da in nur 500 m Entfernung die Kleinbahn-Strecke Delmenhorst-Harpstedt vorhanden war und das ausgedehnte Waldgebiet Schutz vor gegnerischer Luftaufklärung bot. In der Munitionsanstalt wurden hauptsächlich Bomben sowie Granaten für Flugabwehrgeschütze mit Zündern versehen, gelagert und für den Versand an Einheiten und Truppenteile der Luftwaffe vorbereitet." (Quelle)

Muna Harpstedt heute

"Nach dem Krieg folgte die Demilitarisierung der Anstalt durch die Britische Armee. Die zahlreichen Munitionsbunker wurden dabei nicht völlig zerstört. Wegen der großen Wohnungsnot hat man sogar diese Bunker zu Wohnungen umgebaut. Dazu ist die Erdüberdeckung entfernt worden. In die Wände wurden Öffnungen für Fenster gesprengt. Im Inneren dieser Munitionslagerhäuser mauerte man zwischen den Deckenstützpfeilern Zwischenwände ein. So entstanden je Bunker mehrere Wohneinheiten. Auch die weiteren vorhandenen Betriebs- Verwaltungs- und Unterkunftsgebäude fanden als Notunterkünfte Verwendung. Über viele Jahre wurde das ehemalige Militärgelände so von vielen Menschen bewohnt.Das Wohnen in der Muna stellte natürlich nur ein Provisorium dar. In den 1950er Jahren begann südlich außerhalb der Anstalt eine neue Siedlung des Ortes Dünsen zu wachsen. Viele Bewohner des Militärgeländes fanden hier ihre endgültige Bleibe." (Quelle)

Trennlinie